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Erklärung
von Begriffen
| Chlorsulfonsäure |
- UN-Nummer: 1754
- Gefahren-Nr.: X88
- sehr stark ätzender Nebel bei Kontakt mit
Wasser oder Luftfeuchtigkeit
- Nicht brennbar (Zersetzungsprodukte sind
allerdings brennbar und explosiv!)
- Der Stoff wird mit Wasser/Luftfeuchtigkeit
in Chlorwasserstoff, Salzsäure und Schwefeloxide zersetzt (mitunter
erfolgt eine explosionsartige thermische Zersetzung)
- Mit bestimmten Metallen bildet sich der
explosive Wasserstoff
- Lagerung: nur in Edelstahl- oder PE-Fässern
- 4x schwerer als Luft
- Schutzmaßnahmen für die Feuerwehr: Schutzstufe
3 (Atemschutz und Schutzanzüge)
- Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung: Evakuierung
(bei starkem Austritt)
- akute Toxizität
- wassergefährdend
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| GGDAT |
Gefahren-Gut-Datenbank-Tirol:
Dieses Programm ist Standardausrüstung für alle Gefahren-Gut-Fahrzeuge
der Feuerwehren in Tirol und liefert Auskünfte für ca. 10.000 verschiedene
Gefährliche Stoffe. Nach Eingabe des Produktnamens, Stoffnamens,
Stoffnummer (UN-Nummer), o.ä. erhält man Auskünfte über den bestimmten
Stoff. Diese wichtigen Informationen betreffen die Gefährlichkeit,
die Schutzmaßnahmen, die chemischen Eigenschaften und v.a.m. des
Stoffes. Zusätzlich kann über das integrierte TUIS-System (siehe
weiter oben) professionelle Hilfe angefordert werden.
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| SSG |
Sauerstoff-Schutz-Gerät
(Sauerstoff-Regenerationsgerät oder Langzeitatmer)
Ein SSG ist ein spezielles Atemschutzgerät, das sich mit den herkömmlichen
Preßluftatmer nicht vergleichen läßt. Ein Preßluftatmer (normales
Atemschutzgerät) wird bei normalen Bränden zum Innenangriff verwendet.
Es gewährleistet dem Träger einen (Preß-)Luftvorrat von ca. 30 Minuten.
Bei Bränden in Tunnelanlagen, wäre die Verwendung dieser normalen
Preßluftatmer - mit Ausnahme von sehr kurzen Tunnelanlagen - lebensgefährlich.
Die SSG wurden ursprünglich für den Bergbau entwickelt und funktionieren
auf eine ganz andere Weise als Preßluftatmer. Im SSG ist eine Flasche
mit reinem Sauerstoff (2Liter bei 200 bar Druck) eingebaut. Die
ausgeatmete Luft wird in einem chemischen Prozeß (mit Hilfe einer
Alkalipatrone) zuerst gereinigt und dann mit reinem Sauerstoff angereichert.
Damit ist gewährleistet, daß sich der Träger - je nach Luftverbrauch
- zwischen 3,5 und 4 Stunden unabhängig von der Umgebungsluft
im Tunnel aufhalten kann.
Besonderheiten:
* Ein SSG kostet ca. ATS 120.000,-- (ein Preßluftatmer nur
etwa ATS 16.000,--)
* Aufenthaltsdauer: ca 3,5 bis 4 Stunden
* Die Luft im SSG wird nach ca. 20 Minuten auf 90-Grad C erhitzt
(Der SSG-Träger atmet daher für ca. 3,5 Stunden diese heiße Luft
ein)
* Jeder Träger benötigt eine spezielle SSG-Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule
* Der Anteil am reinen Sauerstoff an der eingeatmeten Luft ist höher
als in der normalen Umgebungsluft (Damit wird die Leistungsfähigkeit
des Trägers etwas erhöht)
* Das Tragen eines solchen Gerätes bringen für den Feuerwehrmann
höchste physiologische und psychische Belastungen mit sich.
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| TUIS |
Transport-Unfall-Informations-System
der chemischen Industrie in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Feuerwehren können rund um die Uhr kompetente Chemiker erreichen
und ihre Hilfe in Anspruch nehmen.
- Stufe 1: Telefonische
Hilfe durch einen kompetenten Chemiker der Industrie
- Stufe 2: Ein Chemiker
der Industrie kommt zur Unfallstelle und hilft der betreffenden
Feuerwehr
- Stufe 3: die Betriebsfeuerwehr
eines chemischen Betriebes (zB BASF, Höchst, Merck, Bayer, Biochemie,
usw.) fährt zur Unfallstelle mit Mannschaft und Gerät.
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| Wärmebildkamera |
Die Feuerwehr Landeck besitzt
zwei Wärmebildkameras (Infrarotkameras) der Type "Argus".
Mit Hilfe dieser Kameras ist im modernen Feuerwehreinsatz vieles
möglich, das vor einiger Zeit undenkbar war. Da jeder Gegenstand
Wärmestrahlen aussendet, ist es diesem neuartigen Gerät möglich
auch bei völliger Verrauchung "zu sehen". Es werden
Wärmeunterschiede ab 0,05-Grad C auf einem Bildschirm dargestellt.
Folgende Möglichkeiten öffnen sich uns mit dieser Kamera:
* Personensuche in völlig verrauchten Räumen
(Gebäuden, Tunnelanlagen, usw.)
* Bessere Orientierung für unsere Atemschutztrupps
* Aufsuchen von "versteckten" Bränden (zB Schwelbrände
hinter Täfelungen, usw.)
* Kontrolle des Mauerwerkes bei Kaminbränden
* Ortung des Feuers bei starkem Rauch bzw. bei geschlossenen Türen
* Ortung von Brandnestern bei Nachlöscharbeiten oder Waldbränden
* Personensuche im Gestrüpp in der Dunkelheit
* Brand in Tunnelanlagen
* Ortung von Leckstellen bei Flüssigkeiten oder Gasen
* Feststellung des Flüssigkeitsstandes in Kesselwagons (zB bei
Gefährlichen Stoffen)
* Bildfernübertragung per Funk auf zwei getrennten Kanälen
[ mehr ... ]
* u.v.a.m.
Die drei Kameras sind ein fester Bestandteil unserer Feuerwehrarbeit
geworden und sind von uns nicht mehr wegzudenken.
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| Explosimeter,
EX-Pem |
Ein Explosimeter ist ein
elektronisches Gerät zum Feststellen der sogenannten Zündgrenzen.
Dabei wird ein kleiner Teil des Gas-Luftgemisch in das Gerät eingesaugt
und unter "künstlichen" Bedingungen innerhalb des Gerätes
(nach außen hin explosionsgeschützt) gezündet, um die Zündgrenzen
festzustellen. Dabei gibt es für die Feuerwehr drei wichtige Bereiche:
1. das momentane Gas-Luft-Gemisch hat weniger als 20%
der unteren Zündgrenze (GRÜN)
--------------------> keine unmittelbare GEFAHR, weiter beobachten!
2. das momentane Gas-Luft-Gemisch hat zwischen 20 und
50 % der unteren Zündgrenze (GELB)
--------------------> unmittelbare Explosionsgefahr, Maßnahmen
zur Verringerung unternehmen!
3. das momentane Gas-Luft-Gemisch hat mehr als 50 %
der unteren Zündgrenze (ROT)
--------------------> höchste Explosionsgefahr, Gefahrenzone
räumen, absperren, Evakuierungsmaßnahmen sofort einleiten!
Die Zündgrenzen sagen aus, innerhalb welcher
prozentuellen Grenzen ein Gas-Luft-Gemisch explodieren kann:
zB: Benzin hat die Grenzen zwischen ca. 3 und 6 %
- unter 3 % Anteil in der Luft ist das Gemisch zu mager und brennt/explodiert
nicht
- über 6 % Anteil in der Luft ist das Gemisch zu fett und brennt/explodiert
nicht.
- innerhalb der Zündgrenzen ist das Gemisch zündfähig und kann
explodieren!
weitere Beispiele:
- Acetylen: Zündgrenzen zwischen ca. 8 und 88 %
- Propangas: Zündgrenzen zwischen ca. 2 und 8 % und damit doppelt
so gefährlich wie Benzin
Das EX-Pem hat eine ähnliche Funktion
wie das Explosimeter. Allerdings hat dieses kleinere Gerät der
Feuerwehrmann zum eigenen Schutz mit im Einsatz. Es kann darauf
keine Mischung auf einer Skala abgelesen werden, allerdings gibt
es beim Überschreiten der 50 % (untere Zündgrenze) einen Warnton
und der Trupp muss sich sofort zurückziehen und diese Warnung
der Einsatzleitung melden.
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| Twin-Pack-Atemschutz |
Diese neuen Atemschutzgeräte sind
grundsätzlich nicht neu, sondern normale übliche Pressluftatmer,
wie ihn die Feuerwehren seit Jahrzehnten verwendet. Das neue an
diesen Geräten sind die "Pressluftflaschen". Diese Kunststoffverbundflaschen
mit ALU-Kern sind viel leichter als die bisher verwendeten Stahlflaschen.
Deshalb kann man auf einem AS-Gerät zwei solche High-Tech-Flaschen
tragen und damit ca. 1,5 Stunden (anstatt bisher 20 bis 30 Minuten)
im Einsatz bleiben. Die Flaschen haben jeweils 6,6 Liter Luftvolumen
und werden mit 300 bar gefüllt. Das gesamte Geräte wiegt (mit vollen
Luftflaschen) ca. 18 kg.
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| CMS-Analysegerät |
Für das Gefahrengut-Fahrzeug wurde vom Landesfeuerwehrverband
Tirol ein CMS-Analyse-Gerät der Fa. Dräger zur Verfügung
gestellt.
Mit diesem Gerät ist es möglich, Das Vorhandensein
und die Konzentration von Gefährlichen Stoffen in der Luft
zu bestimmen. Bisher wurden solche Messungen mit Hilfe von „Prüfröhrchen“
– die jedoch nicht immer zu zuverlässigen Ergebnissen
geführt haben und mit einem Schutzanzug schwierig in der
Handhabung waren – durchgeführt. Die Feuerwehr kann
damit den sogenannten MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration)
bestimmen und feststellen, ob der Aufenthalt in einem bestimmten
Bereich für Menschen gefährlich oder unbedenklich ist
(z.B. beim Austritt von Chlorgas in einem Schwimmbad).
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Für weitere Fragen steht Ihnen die Stadtfeuerwehr Landeck unter EMAIL kommando(at)feuerwehr-landeck.at gerne zur Verfügung.
(c) Mag. Reinhold Greuter, Seite erstellt am 9/2/2010 11:39:49 PM
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