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Landeck - Die
Tunnelfeuerwehr
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Brand
einer Baumaschine - Tunnel Strengen |
Filmclips von Tunneleinsätzen/-übungen der Feuerwehr Landeck:
Weitere Berichte (und Fotos) von Tunneleinsätzen finden
Sie unter dem Punkt [ Aktuelles ] |
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| Verkehrsunfall |
Übung |
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| Verkehrsunfall |
Übung
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| "TUNNEL 1" auf Mercedes Actros 1836 (Rosenbauer,
2005) und "TUNNEL 2" auf Mercedes
1634 (Rosenbauer, 1998) |
(alle Fotos: Stadtfeuerwehr
Landeck)
Der Bezirk Landeck umfaßt mit Stand
2006 ca. 65 "Tunnelkilometer" (So viel
wie kein anderer Bezirk in Österreich). Die Stadtfeuerwehr Landeck hat
deshalb als "Stützpunktfeuerwehr" spezielle Ausrüstungsgegenstände
für Einsätze in Tunnelanlagen. Gerade diese Einsätze stellen
höchste physiologische und psychologische Anforderungen an
den einzelnen Feuerwehrmann. Laufende Übungen, intensives Training (angepasst
an diese Einsatzsituation) und eine fundierte Ausbildung der entsprechenden
Feuerwehrmänner sind Grundvoraussetzungen für die Bewältigung dieser
extrem gefährlichen Einsätze.
Besondere
Schwierigkeiten im Tunneleinsatz: |
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im Brandfall ist die Sicht gleich "Null"
und die Tunnelbelüftungen (egal ob Längs- oder Querbelüfungssysteme)
sind nicht (!) in der Lage den entstehenden Rauch abzusaugen. Die
Mannschaft muß sich im Schrittempo der Einsatzstelle nähern und
hat keine Ahnung, was sie im Tunnel erwartet !
folgende Erfahrungs- und Testwerte gelten beim Zurücklegen von 100
m im Tunnel:
- Vorgehen unter schwerem Atemschutz (zB
mit SSG-Geräten): 5 Minuten
- Vornahme einer Wasserleitung (C-Rohr):
10 Minuten
- Rettung von Verletzten: 15 Minuten
Diese Werte sind aufgrund unserer eigenen
Erfahrungen sicher realistisch! |




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die Reaktionen der im Tunnel eingeschlossenen
Personen sind nicht vorhersehbar |
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es müssen spezielle Sauerstoff-Regenerationsgeräte
(SSG) getragen werden, in denen die Atemluft auf ca.
90 Grad (!) erhitzt und eingeatmet wird. |
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in den meisten einspurigen Tunnels gibt es
keine Fluchtmöglichkeiten quer zur Fahrtrichtung (es muß auch mit
"Geisterfahrer" gerechnet werden) |
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im Brandfall entsteht an der Tunneldecke eine
Temperatur von ca. 1000 bis 1200 Grad-C und es muß mit Betonabplatzungen
gerechnet werden (Dabei fallen z.T. tonnenschwere Betonstücke auf
die Fahrbahn) |
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wenn aufgrund der großen Hitzeentwicklung die
"Funkschiene" schmilzt (wie zB beim "Pfändertunnel-Unfall"),
dann ist eine Kommunikation mit der Einsatzmannschaft im Tunnel
nur mehr schwer ("nur in eine Richtung") oder gar nicht
mehr möglich. |
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Die Mannschaft im Tunnel ist auf sich
alleine gestellt. Alle Arbeiten, die durchgeführt werden müssen
(Erkundung der Einsatzstelle, Aufbau Brandschutz, Menschenrettung,
Bedienung der Hydraulischen Rettungsgeräte, Wasserversorgung herstellen,
Beleuchtung aufbauen, Explosionsgrenzen messen, u.v.m.), sind von
nur wenigen Leuten ohne Hilfe von außen unter äußerst schwierigen
und lebensgefährlichen Bedingungen zu bewerkstelligen (!!!) |
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Die Orientierung und das "Zeitgefühl"
geht bei starker Rauchentwicklung für den einzelnen Feuerwehrmannr
sehr schnell verloren. Es ist eine ENORME physische und
psychische Belastung für jeden, der in einen verrauchten
Tunnel hineingeht! |
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Letztendlich muß man
sich eingestehen, dass bei einem "Tunnel-GAU" die Feuerwehr
nicht einfach hineinspaziert und nach einer halben Stunde alle Eingeschlossenen
wieder gesund nach außen bringt! Für jene, denen die Flucht aus
dem Tunnel nicht schnell gelingt, ist die Wahrscheinlichkeit zu
überleben leider sehr gering (siehe Pfändertunnel mit 3, Tauerntunnel
mit 12 und Mont-Blanc-Tunnel mit 40 Toten). |
Spezielle
Ausrüstungsgegenstände für Tunneleinsätze |
- 2 Tunnelfahrzeuge
(siehe Bilder oben); Mannschaftsstärke dadurch 14 Mann (jew.
mit SSG ausgerüstet)
- 1 LUF 60 (Luft-Unterstützungs-Fahrzeug) [mehr ...]
- 1 Schweres Rüstfahrzeug
mit div. Bergeausrüstung [mehr ...]
- 1 Körperschutzfahrzeug
mit 5 SSG-Geräten und 9 "Twin-Pack-Geräten"
für die Rettungstrupps [mehr ...]
- 3 Infrarotkameras
(Wärmebildkameras) für die Orientierung
bei Rauchentwicklung
- Bildfernübertragung
der Bilder der Infrarotkameras nach außen (2 Stück)
[ lesen sie mehr darüber ...
]
- 25 Atemschutz-Funkgeräte (70cm
Band) für eine bessere Kommunikation in
Tunnelanlagen
- Beleuchtungsgeräte
(exgeschützte Hand- oder Helmlampen) für die persönliche
Ausrüstung
- 3 Hydraulische Sätze Rettungsgeräte
(mit je 1 Bergeschere, Spreizer u. Hydr.-Zylinder) für Verkehrsunfälle
- 2 vom Innenraum des Fahrzeuges
steuerbare Wasserwerfer (zum Schutz der
Mannschaft im Brandfall)
- Schaum- und Lightwaterausrüstung
im Fall von brennbaren Flüssigkeiten (zB Benzin oder Diesel)
- Außenbelüftete schwere
Schutzanzüge (Schutzstufe 3) mit Versorgungswagen für Gefährliche-Stoffe-Einsätze
- Schwere Hitzeschutzanzüge
für hohe Temperaturbelastungen
- Meßwerkzeuge
(zur Messung der Zündgrenzen bei Explosionsgefahr)
- Sauerstoff-Konzentrationswarngerät
- Explosionsgeschützte
Geräte, Verkabelungen und Funkenfreies Werkzeug
- Gefahren-Gut-Fahrzeug
mit Ausrüstung (Fahrzeug darf im Brandfall allerdings nicht
in den Tunnel einfahren ! )
- uvm
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Tunneleinsätze aus der Sicht der Feuerwehr Landeck (eine
Analyse)
Die
Feuerwehr Landeck hat über 80 ausgebildete "Atemschutzträger"
und davon besitzen mehr als 60 Kameraden eine SSG-Ausbildung
und sind damit berechtigt,
diese speziellen Geräte zu tragen !!
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Für weitere Fragen steht Ihnen die Stadtfeuerwehr Landeck unter EMAIL kommando(at)feuerwehr-landeck.at gerne zur Verfügung.
(c) Mag. Reinhold Greuter, Seite erstellt am 10/11/2008 1:34:19 PM
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